Meine Familie
Gesungen habe ich schon als Kleinstknirps alles, was meine Mutter so vorsang.
Meinen ersten Musikunterricht hatte ich als Vierjähriger bei meinem Patenonkel Kalli Kugelmann. Er brachte mir das Pfeifen bei - danke dafür, lieber Kalli! Seitdem pfeife ich zu allem, was klingt – es sei denn, ich singe dazu.
Augsburger Domsingknaben
Es folgte dann als 7-jähriger der klassische Blockflötenunterricht, der mir nach ein paar Stunden zuviel wurde - so richtig wohl klingt so eine von Anfängern geblasene Flöte einfach nicht. Also hieß es weiter Singen - erst in der Albert-Greiner-Singschule und dann bei den Augsburger Domsingknaben. Dem Himmel sei Dank las meine Mutter in der Tageszeitung, daß sie Nachwuchs brauchten und schickte mich zum Vorsingen dorthin.
Ich kam, sang und siegte und von da an war mein kindliches Leben fest in musikalischer Hand. Das Probenhaus der Domsingknaben wurde zu meinem Wohnzimmer und der Dom zu meinem Spielplatz. Ich habe von da an für einen Zeitraum von gut 4 Jahren täglich mindestens 4 Stunden gesungen und war neben den allsonntäglichen Messen bei zahlreichen Theaterproduktionen (u.a. Carmina Burana, Carmen, Aida, Tosca, Hänsel & Gretel), Plattenaufnahmen, Konzerten, Fernsehauftritten und Auslandstourneen dabei.
Das Singen mit Knabenstimme konnte aber nicht ewig weitergehen, also ging dann in 1983 diese schöne, bewegte und sehr erfüllte Zeit für mich zu Ende.
Augsburger Männerchor Bismarck Frohsinn
Nach meiner pubertären Gesangsabstinenz kam ich 1989 beim dem "Augsburger Männerchor Bismarck Frohsinn" wieder das erste Mal in den Genuss zu singen und später machte ich hier als „Musikalischer Rat“ meine erste Erfahrung als Chorleiter. – Wunderbare Menschen und Sänger sowie Comedy auf höchstem Niveau sind das Markenzeichen dieses einmaligen Chores.
The Feelharmonix
Ende 1993 gründete ich dann mit drei weiteren ehemaligen Domsingknaben die A Cappella-Grupppe "The Feelharmonix". Wir blieben bis Ende 1999 zusammen und sangen legendäre Abba- und Depeche-Mode-Medleys sowie viel Unbekanntes aus den 20 und 30ern, wie „Rot ist die Farbe der Liebe“
VoiceNet
Ende 1999 gründete ich dann gemeinsam mit Klaus-Peter Gulden, Matthias Leuschner und Andreas Kosmala die Gruppe „VoiceNet“, mit der ich nach wie vor auftrete.
Obertongesang
Eine große musikalische Entdeckung, die mein ganzes Leben verändern sollte, machte ich Im Mai 2002, als ich das erste Mal einen Menschen mehrstimmig singen hörte: Auf einem Konzert der Gruppe Huun Huur Tu aus Tuva (Altai-Gebirge) brachten die Sänger ganz unglaubliche Töne mit Ihrem sogenannten Khömii (Kehlgesang) hervor. Das beeindruckte mich dermassen, dass ich diese Techniken unbedingt erlernen wollte und dies dann auch tat. Dank hier meinem Freund und Meister des Obertongesangs - Wolfgang Saus - der mir so viel vermittelt hat.
Mundwerk
Mundwerk trat dann Anfang 2005 in mein Leben - eigentlich auf der Suche nach einee Auftrittsmöglichkeit las ich im Internet die Anzeige von Mundwerk und bewarb mich um die Stelle als Baß auf 25.000 - Euro-Basis...
In einem klassischen Vorsing-Turnier im Doppel-K.O.- System konnte ich mich gegen eine Handvoll Mitbewerber durchsetzen – letzten Endes war ich halt eine kleine Spur bässer.
VoiceNet
Von links nach rechts: Oliver Zunker (Bass), Klaus-Peter Gulden (Counter-Tenor), Matthias Leuschner (Tenor) und Andreas Kosmala (Bariton)